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Resümee von: Matthias Wieneroither (neues Teammitglied beim Gebr.Weiss Oberndorfer Radteam)
Als ich mich im Herbst 2011 mit Oskar Hauser traf und über das Jahr 2012 redete, waren für mich neben den sportlichen Aussichten und zwar in einem der stärksten Teams Österreichs mit einem erfahrenen Kapitän wie Tobias Erler zufahren - vor allem die Aussicht einen sehr internationalen Rennkalender zu haben, ausschlaggebend für den Wechsel.
Bei den Braunauern wusste ich, dass ich die Chance bekommen würde mich in internationalen Rennen zu behaupten und nebenbei noch eine kleine Weltreise mache und viele verschiedene Länder, Kulturen und Sprachen kennenlerne.
Da die meisten im Team neben dem Radsport auch noch Arbeiten oder studieren gehen ist das Reisen in andere Länder bzw. Kontinente für uns nicht nur Radrennen fahren, sondern auch ein Erlebnis bzw. Abenteuer.
Als wir im Dezember die Einladung für die Vuelta Ciclista de Chile bekommen haben, war es schon wie ein kleines verfrühtes Weihnachtsgeschenk.
Am 2. Jänner flogen wir dann von München via Paris nach Santiago in die Hauptstadt des südamerikanischen Staates.
Nach einer gesamten Anreisezeit von über 20 Stunden erwarteten uns in der Hauptstadt, welche von den Bergriesen aus den weltberühmten Anden umgeben sind, 34 Grad und somit einen riesigen Temperatur- bzw. Klimawechsel.
Zum Glück haben uns die Organisatoren 3 Tage zur Akklimation gegeben, wo wir noch einen Transfer in den nördlicheren Startort La Serena zu absolvieren hatten.
Wir waren bei unserem ganzen Aufenthalt in Südamerika in guten 4 Sternehotels untergebracht und auch kulinarisch war alles vom Feinsten. Die erste Etappe wurde als Mannschaftszeitfahren ausgetragen, wo wir uns eigentlich gerade mit Blick auf den Zeitrückstand beachtlich schlugen, da man auch anmerken muss, dass wir die Rundfahrt als reine Vorbereitung auf die Saison 2012 sahen.
Die 2. und 3. Etappe waren dann eher flache Etappen, bevor es auf der 4. Etappe das erste mal in die Anden ging, wo die Etappe mit einer Bergankunft auf einem denkwürdigen Anstieg endete, der auf einer Länge von 5km eine durchschnittliche Steigung von 16,3% aufwies.
Was nicht nur bei unserem Team, sondern auch bei dem ein oder anderen Tour de France erprobten Fahrer auf Erstaunen wie zeitgleich auch auf einen Kampf mit der Schwerkraft gipfelte.
Nach dieser äußerst schwierigen Etappe ging es am Ruhetag per Flieger in den Süden nach Puerto Montt, wo wir ein Zeitfahren und eine flache Etappe innerhalb eines Tages zu absolvieren hatten.
Auf der 6. Etappe stand dann mein kleines persönliches Highlight an, in dem ich mal zum Schlussspurt kam und bis dato mit dem 14. Platz das beste Ergebnis des Teams einfahren konnte.
Das Thermometer zeigte eigentlich stetig Temperaturen über 30 Grad, was für uns schon eine extreme Herausforderung darstellte, jedoch hatten wir die 15 Tage lang eine super Stimmung unter uns Fahrern und auch die Betreuer waren gut gelaunt dem kalten Winter Österreichs erfolgreich entflohen zu sein.
Auch abseits des Rennes bekamen wir einiges mit von dem Land und den überaus freundlichen Einwohnern Chiles.
Somit war die erste Rundfahrt des Jahres für mich schon eine kleine Weltreise und eine gute Vorbereitung für 2012. |